Kaptain Morganroute Istrien

78,78km - 269 hm (ges. Anstieg 997 hm)

Auch wenn es hier mehrere Kletterspots gibt, lässt Istrien eindeutig das Mountainbiker-Herz höher schlagen. So sind auch wir heute wieder zu einer Tagestour aufgebrochen.


Die Strecke die wir uns für heute ausgesucht hatten, fängt erst in der Campingsiedlung Vesta an dh einige Extrakilometer für uns und einen fliegenden Start in die Tour.


Hier lassen wir zunächst mal den Asphalt glühen, zum Glück ist Sonntagmorgens nicht viel los und außer einem Bus der gerne kuscheln wollte gings hier gut voran.

 
Nach knapp 1km können wir endlich von der Straße abbiegen und auf einen gemütlichen Schotterweg wechseln. Die Bäume am Wegesrand spenden zudem noch etwas Schatten, was das Vorankommen erleichtert.


Von der Ferne winkt uns das Meer und der Kirchturm von Rovinj noch einmal zu, bevor wir ganz ins Innere von Istrien verschwinden.


Dann ist Schlammschlacht angesagt: Der Regenschauer von Gestern hat hier noch einige Spuren hinterlassen, also Beine anziehen und durch :)

 

Den ersten Ort den wir passieren ist Rovinjsko Selo. Was mir am Biken hier gefällt, ist dass man auch mal in Nicht-Touristen-Gegenden kommmt. Hier sieht man dann wirklich wie die Einheimischen leben.


Nachdem wir auch noch durch Zuntici (der Anzahl der Häuser nach eine 5 Einwohner Siedlung) gefahren sind, gings mit Vollspeed nach unten zur Romualda Cave.


Am Weg zur Höhle kommt man am Ausläufer des Limfjords vorbei und sieht schon die zahlreichen Souvenirstände und Restaurants die sich am Ufer angesammelt haben.


Jetzt gings aber erstmal nach oben und zwar 110hm über einen 360m Steig, wobei das mit den profillosen Sommertretern eine lustig rutschige Angelegenheit war.


Der Sage nach hat sich hier ein Mönch, nach erfolgreichem Bau eines Klosters oberhalb des Limfjords ,zurückgezogen und 2 Jahre in Einsamkeit gelebt.
Die Höhle selber ist ca 105m lang und der Eingang gerade mal 70m hoch, doch im Inneren sind mehrere große Räumen die von den ehemalig dort hausenden Tieren zeugen wie zb. Höhlenbären und Höhlenhyänen.


Weiter geht die wilde Fahrt wieder mal einer Straße entlang in leichter Steigung...


...bis zu einem Parkplatz mit einem nicht ganz vertrauenserweckendem Aussichtsturm. Hier sollte man aber einen tollen Ausblick auf den Fjord haben.


Und hätte er gekauft die Büsch von "OBI", hätte man vielleicht auch was vom Fjord sehen können.


Aber nicht schlimm dann eben wunderschönes Gebüsch bedrachtet, auch was feines.



Wieder abseits der Straße gings mal über weites Gelände, mal durchs Gebüsch, immer recht abwechslungsreich auf und ab unserem nächsten Zwischenziel entgegen.


Dvigrad - Die Verlassene Stadt. Schon von weiten sieht man die Überbleibsel der Ruine aus der Landschaft hervorragen.

 

Die Doppelburg Dvigrad entstand aus zwei direkt nebeneinaderliegenden Burgfestungen (Parentino und Moncastello). Während einer Pestepidemie 1630 verließen alle Bewohner fluchtartig die Stadt. Seitdem schweben unzählige Legenden über ihren Mauern.


Das war der letzte Zwischenstopp auf unserer Tour jetzt gehts wieder zurück nach Hause, aber hier wohl eher nicht?!?


Na dann eben quer durch die Botanik, wohooo was für ein Spaß.


Die letzen Kilometer waren dann wieder etwas moderater...


...und nach ca 75km und 7h konnten wir dem Duft der Chevapcicis einfach nicht mehr widerstehen und warfen den Anker.
Was für eine affengeile MTB-Tour: abwechslungsreich, sportlich, kulturell, geniale Singeltrails, bis zu 50km/h schnelle Abfahrten, einfach A WOHNSINN :)
17
Aug14