Unser Schlafsystem - Gear Talk

Gear Junkies aufgepasst:
Nach zahlreichen Outdoorübernachtungen - sei es am Campingplatz oder auf Berggipfel - möchten wir euch nun gerne unser Schlafsystem vorstellen und euch unsere subjektiven Erfahrungen damit berichten (wir werden NICHT gesponsert oder bezahlt für unsere Berichte).
 
Unsere Kriterien für die richtige Ausrüstung waren vorallem das Gewicht und das Packmaß, aber natürlich sollte der gewisse Komfort auch noch vorhanden sein.
 
Unser Schlafsack
 
 
Der Cumulus Lite Line 400 erfüllt genau unsere Bedürfnisse mit 755g und einem Packmaß von 25cm Höhe und 17cm Durchmesser. Die Komforttemperatur liegt bei 2C° (was heißt, dass man bei Außentemperaturen von 2C° nur mit Unterwäsche bekleidet ausreichend warm hat). Wir haben hier die Daunenfeder der Kunstfaser vorgezogen, weil diese eine besseres Gewicht-Wärme-Verhältnis hat und sich auch extrem komprimieren lässt. Der Nachteil ist jedoch, dass Daunenfedern wenn sie nass werden ihre Wärmewirkung verlieren, aber da wir überwiegend im Zelt schlafen, sollten die Schlafsäcke ja sowieso schön trocken bleiben.
 
 
Der Schlafsack wurde bei uns nicht geschont und ist trotzt der recht dünnen Außenhülle sehr robust. Cumulus gibt sogar eine Garantie von 10 Jahren.
Ein 2-Wege Reisverschlüsse gibt die Möglichkeit nur den Fußbereich mit Frischluft zu versorgen und obenher schützt eine integrierte Kapputze den Kopfbereich. Der Kauf und Versand direkt beim polnischen Hersteller war unkompliziert und in wenigen Tagen bereitgestellt.
 
Produktbezeichnung: Cumulus Lite Line 400
Herstellerseite: Cumulus
 
Die Isomatte
 
 
Die selben Ansprüche, die wir an unseren Schlafsack gestellt hatten, galten natürlich auch für die Isomatte. Hier haben wir uns dann für die ThermaRest NeoAir All Season in der Version Regular entschieden. Mit ihren Abmaßen von 183cm x 51cm x 6,3cm und einem R-Wert von 4,9 wiegt sie gerade mal 510g. Der R-Wert gibt die Isolationsfähigkeit einer Matte an, wodurch man einschätzen kann bei welchen Tiefstgraden sie noch warm hält. In unserem Fall währen das -17°C.
 
 
Die NeoAir-Reihe wird mit einer MiniPumpe geliefert, mit der man die Matte über ein Ventil aufbläst. Das Aufblasen mit dem Mund empfiehlt der Hersteller nicht, da mit der Atemluft Flüssigkeit in das Innere gelangt, was Schimmel verursachen kann. Wir haben das allerdings schon oft gemacht, da wir nicht immer die Pumpe mitnehmen wollen und bis jetzt ist alles tiptop. Natürlich gibt es auch selbstaufblasende Matten oder Faltmatten, allerdings nicht mit den selben Werten in Gewicht, Packmaß und Isolationseigenschaft.
 
 
Die Isomatte ist sehr robust und ist auf der Unterseite nochmals verstärkt, sodass kleine Steine, Feuchtigkeit etc nicht sofort das Material angreifen. Man muss sich allerdings bewusst sein, dass die regular Version mit 50 cm Breite kein Luxusbett darstellt und das ständige aufblasen Aufbauen bzw. Luft herausdrücken beim Abbauen etwas zeitaufwendig ist.
 
In vielen Erfahrungsberichten lasen wir, dass diese Matter sehr “raschelt” - quasi als wenn man Silberpapier zusammenknüllt. Das entspricht auch der Wahrheit, allerdings nimmt dieses Geräusch mit jedem Gebrauch ab und ist jetzt gar nicht mehr zu hören.
 
Produktbezeichnung: Thermarest NeoAir All Season
Herstellerseite: Thermarest
 
Das Zelt
 
 
Zu guter letzt fehlt nun nur noch das Dach über dem Kopf. Während wir noch bis vor kurzem das Vaude Power Lizard 1-2 im Einsatz hatten, haben wir uns kurz vor unserer letzten Tour entschieden die Behausung zu wechseln  und sind auf das MSR Hubba Hubba NX umgestiegen.
 
Das MSR Hubba Hubba NX hält mit seinem Gesamtgewicht (= wasserdichter Packsack, 10 Heringe, Gestänge, Abspannseile, Überzelt und Innenzelt) von 1700 Gramm und seiner Größe von 2,15 x 2,90 x 1,20 die perfekte Balance zwischen Gewicht und Komfort.  Zwei großzügige Apsiden links und rechts am Zelt bieten zudem noch ordentlich Stauraum für die Ausrüstung und Schuhe.
 
 
Mit einer Wassersäule (gibt die Wasserdichtigkeit von Gewebe an) von 1200mm beim Außenzelt und 3000mm am Boden schützt das Hubba Hubba zuverlässig vor Regen und dank der großzügigen Kuppel hat man auch genug Platz um das schlecht Wetter gemütlich auszusitzen.
 
 
Das Hubba Hubba NX ist unkompliziert und schnell im Aufbau und muss nicht einmal zwingend abgespannt werden. Sollte es dann einmal richtig warm sein, kann man auch einfach auf das Außenzelt verzichten und man schläft, vor Mücken geschützt, nur im Innenzelt.
 
Wie bei vielen kleinen Zelten ist Kondensation ein großes Thema. Durch den Temperaturwechsel von Außen und Innen verändert die Luft ihren Aggregatzustand - soll heißen - das Zelt schwitzt. Hier hat man mit jeweils einem Belüftungsfenster vorne und einem hinten vorgesorgt. Weiters unterstützt das Fehlen des Unterbodens in den Apsiden die Luftzirkulation und sollte das nicht reichen kann man die Apsiden zusätzlich noch mit einem 2-Wege-Reisverschluss nach Belieben öffnen. Somit ist der Wärmeaustausch hier wirklich gut und die Feuchtigkeit im Zelt hält sich in grenzen.
 
Produktbezeichnung: MSR Hubba Hubba NX
Herstellerseite: MSR
 
Unser Fazit
 
Gerade wenn man einen sportlichen, harten Tag in der Natur erlebt, braucht man einen guten Schlaf - auch bei etwas unangenehmeren Wetter. Dazu sollte man gut gerüstet sein und auf Qualität setzten. Die drei Produkte überzeugten uns bei unseren Touren und sind ihre Euros auf jeden Fall wert.
 
 
Noch immer nicht genug vom Gear Talk? Oder einfach keine Lust das ganze Zeug zu lesen? Dann einfach mal aufs Video klicken, da stellen wir euch unser Schlafsystem und weitere Ausrüstungsgegenstände die wir zur Euro Velo 15 mit hatten noch einmal vor. 
 
03
Sep16