Biwak am Largoz 2214 HM

 
Unsere letzte Regentour hat uns mega viel Spaß gemacht und wir hatten gar nicht damit gerechnet noch einmal ohne Schnee auf über 2000HM zu kommen, deshalb freuten wir uns umso mehr, als sich der Herbst dieses Wochenende doch noch von seiner schönen Seite zeigte und uns mit ordentlich Sonnenschein beglückte.
 
 
Bei dem hammer Wetter mussten wir natürlich unbedingt nochmal ein Bergbiwak riskieren und als Ziel hatten wir uns einen meiner Lieblingsberge ausgesucht - den Largoz. So starteten wir vollgepackt und mit viel Vorfreude gegen 16:00 vom Parkplatz Krepperhütte.
 
 
Wir wanderten zunächst entlang des breiten Largozwegs….
 
 
 
….bogen aber bald schon in den Wald ab, und folgten dem Steig zur Largozalm
 
 
Nach knapp 2h konnten wir die Alm auch schon über uns sehen...
 
 
….und bekamen gleich einen Vorgeschmack auf die zu erwartende Aussicht am Gipfel.
 
 
Der letzte Anstieg führte uns über Latschenfelder die sich schon in ihr Herbstkleid geworfen hatten, wie ich diese Jahreszeit doch liebe.
 
 
Dann tauchte auch endlich das Gipfelkreuz vor uns auf….
 
 
….und kurz darauf hatten wir es geschafft - der Largoz war unser.
 
 
Wir kamen genau rechtzeitig um der Sonne noch beim untergehen zuzusehen.
 
 
Knapp 20 Minuten später war von ihr nur mehr das Nachglühen zu erkennen und so verließen wir den Gipfel wieder und schlugen etwas unterhalb unser Nachtlager auf.
 
 
Da wir bei den letzten Biwaks immer das Problem hatten, dass durch die Luftfeuchtigkeit und dem Wärmeaustausch unser Schlafsack in der Früh nass war, haben wir unsere Schlafstelle heute mit dem Tarp überdacht und den Wanderstock später noch zusätzlich als Stütze in der Mitte verwendet und et voila der Schlafsack blieb trocken.
 
 
Lediglich das Tarp war in der Früh mit Eis überzogen - war wohl doch eine kalte Nacht ;)
 
 
 
Aber davon hatten wir rein gar nichts mitbekommen, in unserer kleinen Höhle war es richtig angenehm warm und bei den Zillionen Lichtern über und unter uns konnten wir ja nur gut schlafen.
 
 
Rasch verließen wir am nächsten Morgen unser Lager und suchten uns einen geeigneten Platz um den neuen Tag zu begrüßen.
 
 
 
Immer wieder ein wahnsinns Moment, wenn die Sonne hinter den Bergen hervorkommt und die Erde wieder mit Leben füllt.
 
 
Dann war es aber auch schon wieder zeit für uns aufzubrechen, schließlich hatten wir für heute noch eine Tour zum Hanneburger geplant. Dafür mussten wir als erstes wieder hinauf zum Largozkreuz…..
 
 
...und dann gings weiter auf schmalen Pfaden entlang des Bergrückens. Bei dieser Tour war die Markierung leider Mangelware und so hatten wir einiges zu tun um den richtigen Weg zu finden.
 
 
Bald erreichten wir einen kleinen Felshügel, der wohl Gämsenrevier war. Allerdings muss der Beobachtungsposten hier noch etwas an seiner Abschreckungsstrategie arbeiten, denn der Gamspfiff hat uns eher fasziniert als dass wir die Flucht ergreifen wollten.
 
 
 
Der Weg führte uns weiter mal rechts und mal links am Bergrücken entlang….
 
 
...bis zum Rosskopf, einem unscheinbaren gipfellosen Grashügel. Von hier aus hatten wir auch einen richtig tollen Blick auf unser Ziel, den Hanneburger.
 
 
Schnell entfernten wir uns vom Rosskopf…
 
 
...und dann stand auch schon der letzte Gipfelaufschwung bevor. Wir deponierten die schweren Rucksäcke in einer Felsspalte unter dem Gipfelaufbau...
 
 
 
….bevor wir die letzten Meter zum Hanneburger bewältigten.
 
 
Wohoooo wir sind oben :)
 
 
Was für eine grandiose Aussicht. Die hinterste Spitze rechts im Bild ist übrigens der Largoz, bei dem wir heute gestartet sind.
 
 
Nach einer kräftigen Stärkung am Gipfel wurde es für uns dann wieder Zeit den Heimweg anzutreten. Dafür hatten wir den Weg über die Markisam gewählt, die sich bereits in der Ferne zeigte.
 
 
Doch davor stand uns noch ein recht verblockter und schottriger Abstieg bevor. Von der Markiesalm wanderten wir dann erstmal wieder zurück zur Largozalm und von dort aus den schon bekannten Weg zurück zum Auto.
 
 
Die Tour auf den Lagoz hat uns richtig viel Spaß gemacht, die Übernachtung war wieder der Wahnsinn und die Überschreitung am nächsten Tag war mega, auch wenn wir auf diesem Gelände und vor allem beim Abstieg das Gewicht der Rucksäcke ordentlich zu spüren bekamen.
24
Sep16