EuroVelo 6 Teil 1

19 Tage - 5 Bundesländer - 1525 km und 9513 hm
 
Die Ideen für unseren diesjährigen Sommerurlaub überschlugen sich regelrecht und so wurde geplant, umgeplant, alles wieder verworfen und noch einmal von neu begonnen, bis wir unser perfektes Ziel gefunden hatten - den Atlantik.
 
 
Und wie erreichen wir den nun? Natürlich mit dem Fahrrad entlang der EuroVelo6. Dafür gings aber zuerst mit dem Zug nach Zürich, von wo aus wir unser neues Abenteuer starteten.
 
 
Wir folgten zunächst dem Radweg 32 der uns aus der Stadt und in Richtung Rhein brachte, wo wir auf unsere eigentliche Euro Velo Route treffen sollten.
 
 
Das erste Anzeichen dafür, dass wir nicht mehr in Österreich waren, kam dann auch schon kurze Zeit später, als wir an diesem gigantischen Hanffeld vorbei radelten.
 
 
Aber keine Sorge, diese Grünpflanzen dienen ausschließlich der Herstellung von Öl, Gewürzen und Samen für Müsli und Brot, Ogg the Farmer machts möglich.
 
 
Nach knapp vier Stunden und gut 30 Kilometern, erreichten wir Kaiserstuhl, wo wir auch zum ersten Mal das Zeichen der Euro Velo 6 entdeckten.
 
 
Ein weiteres Highlight hier war auch das Wiedersehen mit dem Rhein, dem wir im letzten Jahr bis an die Nordsee gefolgt sind, wobei wir damals auf der gegenüberliegenden, deutschen Seite entlang radelten.
 
 
Dieses Jahr werden wir allerdings ausschließlich auf der schweizer Seite bleiben, wo uns der Radweg immer wieder weg vom Fluss...
 
 
...und durch kleinere Dörfer führte - Atomkraftwerke inklusive.
 
 
Doch das AKW war nicht der einzige Betonklotz der uns auf unserem Weg begegnete, immer mal wieder fanden sich alte Bunkeranlagen entlang unserer Strecke.
 
 
Die Anfahrt zum Campingplatz hatte es dann auch nochmal ordentlich in sich und bescherte uns einige extra Kilometer und Höhenmeter...
 
 
...bis wir endlich unser Zelt aufstellen...
 
 
...und auf unseren ersten erfolgreichen Urlaubstag anstoßen konnten.
 
 
Mit viel Sonne und Motivation starteten wir auch in den zweiten Tag....
 
 
….und dann gings erstmal die Extrahöhenmeter von gestern wieder hinunter….
 
 
...und zurück zum Rhein.
 
 
Heute kreuzten wir auch einige Städte wie Rheinfelden….
 
 
….und Kaiseraugust eine alte Römerstadt in der man noch jede Menge römische Bauwerke besuchen kann.
 
 
Als ob wir mit den Römer nicht schon genug in die Vergangenheit gereist wären, konnten wir im nächste Ort einen Brontosaurus in den Büschen entdecken, jetzt aber nichts wie weiter bevor sich unser Radweg noch in Luft auflöst.
 
 
Schneller als gedacht konnten wir in der Ferne dann auch schon Basel vor uns erkennen und damit das Ende unserer Reise in der Schweiz.
 
 
Mit der Überquerung der Dreiländerbrücke gings nämlich nun endlich in unser Zielland. Na dann: vive la France!
 
 
Auf der anderen Seite angekommen, radelten wir erstmal wieder quer durch die Stadt….
 
 
...bevor auch dieser Radweg wieder mitten ins Grüne führte.
 
 
Der neue Fluss an unserer Seite ist nun der Canal du Rhône au Rhin, ein aktiver Schiffahrtskanal der uns mit seinen Schleusen noch ordentlich Kraft kosten wird, aber dazu später mehr.
 
 
Für den Anfang verlief er schön flach und ganz nach dem heutigen Tagesmotto ließ auch er uns ein bisschen Vergangenheit schnuppern….
 
 
….mit einer Gedenkstätte für die Soldaten des zweiten Weltkriegs.
  
 
Mit der Ankunft am Campingplatz endete unsere heutige Zeitreise dann endgültig, doch der spannendste Teil des Tages stand uns noch bevor - jetzt hieß es nämlich die gelernten französischen Phrasen anzuwenden, damit wir auch einen Stellplatz für heute Abend bekommen.
 
 
Et voilà  - unser Zelt steht wieder….
 
 
...und auch unser neuer “Sea to Summit Tarp Poncho” kam heute zum ersten mal zum Einsatz.
 
 
Zum Glück verzogen sich die Regenwolken aber gleich schnell wie sie gekommen waren und so endete der Tag wie er begonnen hatte mit Sonne und ungebrochener Motivation.
 
 
Am dritten Tag machten wir nun Bekanntschaft mit den bereits erwähnten Kanalschleusen, die es hier knapp alle 500 Meter gibt und für uns ein ständiges auf und ab bedeuten.
 
 
Da braucht dann auch der beste Radler irgendwann eine kleine Verschnaufpause….
 
 
...und sollte der Zucker ganz im Keller sein, kann man sich hier auch mal schnell ein Notfalls-Baguette ausdrucken ;)
 
 
Was uns auch schon zu unserem eigentlichen Urlaubsmotto bringt nämlich: 1) BIKE….
 
 
und zwar auf wunderschönen Radwegen….
 
 
…. 2) EAT….
 
 
...immer und überall….
 
 
…. 3) SLEEP & repeat.
 
 
-----------------------Fortsetzung folgt------------------------ 
29
Jul17