Absamer Klettersteig

Vom Klettersteigvirus infiziert haben wir uns für heute gleich den nächsten herausgesucht. 
So starteten wir früh morgens um 6:00 am Parkplatz in Richtung Absamer Klettersteig. 
 
 
Seit heuer ist das Halltal allerdings Autofrei und so mussten wir zuerst einmal der asphaltierten Straße, die uns zur zweiten Ladhütte (dem früheren Parkplatz) brachte, ca. eine halbe Stunde folgen.
 
 
Dann gings weiter nochmal eine halbe Stunde lang quer durch Latschen und Schotter zum eigentlichen Einstieg des Klettersteigs.
 
 
Ausrüstung anlegen, nochmal kurz die Topo checken, , mental auf 3h non stop Klettern vorbereiten und los geht's
 
 
In leichter Kraxelei (A/B) folgten wir dem Stahlseil dem Berg hinauf bis wir nach ein paar Minuten zur Schlüsselstelle  - der ersten und letzten Fluchtmöglichkeit - kamen.
 
 
Wem schon beim Anblick des nächsten Anstieges die Knie schlottern sollte hier besser den Klettersteig verlassen, denn später ist der Ausstieg nicht mehr möglich. 
 
 
Diese mit C bewertete Stelle schafften wir ohne Probleme und mit viel Freude am Klettern.
 
Während der gesamten Tour ist die Aussicht ins Halltal einfach genial und zwingt einen fast ab und zu eine Pause einzulegen. 
 
 
Doch der Weg war noch weit und deshalb gings auch gleich wieder weiter immer dem Drahtseil nach.
 
 
Die Tour gestaltete sich sehr abwechslungsreich, mal querten wir eine Schlucht, dann gings wieder steil hinauf..
 
 
..es galt Klemmblöcke zu überwinden..
 
 
...und sich über steile Platten vorwärts zu bewegen.
 
 
Zu guter Letzt kam dann noch der Anstieg ins Nichts.
 
 
Hier oben setzte dann der Klettersteig ein paar Meter aus und wir kletterten immer den rot-weis-roten Markierungen folgend durch den Nebel bis zur Schlusswand.
 
 
Auch dieser letzten steilen Wand konnten wir Herr werden und kamen ziemlich genau nach 3h am Ende des Steigs an.
 
 
Doch die Freude hielt nicht all zu lange an, denn die Bettelwurfhütte war immer noch eine gute Stunde entfernt. 
 
 
So stapften wir also weiter nach oben, über Wiesen und durch Latschen, wobei der Hunger mit jedem Höhenmeter mehr und mehr an meiner Motivation zerrte.
 
Doch auf der Hütte angekommen war die Welt schon wieder vollkommen in Ordnung :)
 
 
und nach einer kräftigen Stärkung in Form von einer richtig tirolerischer Speckknedelsuppe, war ich auch wieder in der Lage die tolle Aussicht zu genießen. 
 
 
Der Abstieg hatte es dann auch nochmal in sich, denn der 2 1/2stündige "Normalweg" führte etwas steil über Geröll und Schotter zurück ins Tal.
 
 
Die heutige Tour war mit dem 3-stündigen Klettersteig plus 1h Zustieg und 2,5h Abstieg wirklich sehr anspruchsvoll aber auch ein tolles Erlebnis. 
27
Jun12