Franz-Senn-Hütte zweiter Tag

 
Nach einem stärkenden Frühstück gings heute zum zweiten Versuch auf die Rinnenspitze. Beim ersten Versuch im letzten Jahr mussten wir ja wegen Schnee und unzureichender Ausrüstung umdrehen. 
 
 
Nach ca. einer Stunde erreichten wir die kleine Jausenbank am Fuße der Rinnenspitze. Von hier aus sah der Weg nicht gerade einladend aus. 
Doch wir kamen diesmal schnell voran und hatten schon bald die Bank und alle anderen hinter uns gelassen.
 
 
Die Zeitangabe - die uns im Vorjahr noch sehr sportlich erschien - konnten wir leicht einhalten und so waren wir nur kurze Zeit später beim Einstieg des Klettersteigs zum Gipfel.
Vorbildlich haben wir uns hier das Klettersteigset angezogen bevor es in Richtung Gipfelgrat ging.
 
 
Ohne Schnee und gut gesichert war dann der restliche Weg zum Gipfelkreuz kein Problem mehr und die Rinnenspitze gewährte uns den Aufstieg bis ganz nach oben.
 
 
 
Von hier oben konnten wir einen Blick auf die Stubaier Gletscher werfen ( v.l.n.r Verborgen-Berg-Ferner, Berglas Ferner, Lüsener Ferner)
 
 
am Ende der Gletscherzunge des Lüsener Ferner sah man weit ins Horntal hinein.
 
 
Nur kurz genossen wir diesen Ausblick bevor wir uns wieder an den Abstieg machten. Denn ein Berg ist immer erst dann erfolgreich bestiegen, wenn man wieder gut unten angekommen ist.
 
Glücklich eines unserer Ziele für dieses Jahr gut gemeistert zu haben, ließen wir dann beim Rinnensee noch ein bisschen die Seelen baumeln.
 
 
Von hier aus erhob sich die Rinnenspitze gewaltig in die Höhe und die Vorstellung gerade dort oben gestanden zu haben wirkte ziemlich surreal.
 
 
Zurück auf der Hütte vertrieben wir uns die Zeit mit der zweit liebsten Beschäftigung der Kletterer - Slackline.
Wer sich diesen Sport ausgedacht hat muss bestraft werden... aber immerhin schafte ich es schon ganze 2 sec darauf zu stehen ;)
 
 
Vor dem Abendessen gings dann nochmal auf einen Mini-Berg. Das "Zuckerhütl klein" erhob sich unweit der Franz-Senn-Hütte nur einige Höhenmeter und kam uns als Abendspaziergang genau richtig.
 
 
 
Und so endete wieder ein toller Tag in den Bergen. 
 
Der nächste Tag bescherte uns Regen am Morgen und so beschlossen wir unsere Zelte abzubrechen und uns wieder auf den Weg zurück in die Heimat zu machen.
 
 
Wir hatten zwei wirklich super Tage hier auf der Alm, genau das, was man sich für einen Urlaub in den Bergen wünscht. BERG HEIL und bis zum nächsten Mal.
22
Aug12