Geburtstags-Überraschungs-Tour oder eine Nacht auf 2354 HM

 
Unsere heutige Bergtour war eine Geburtstagsüberraschung von Edi für mich. Wie es so üblich für Überraschungen ist, wusste ich zunächst überhaupt Nichts, außer dass unsere Rucksäcke ziemlich voll und schwer waren und wir wohl am Abend nicht zuhause schlafen würden.
 
 
Nachdem wir mit dem Auto bis nach Lech am Arlberg gefahren sind und uns dort einen mysteriösen Schlüssel geholt hatten, konnte es auch schon losgehen.
 
 
Wir folgten dem Wanderweg und wanderten zunächst direkt auf den Berg - der sich später als Omeshorn herausstellte - zu.
 
 
Auf einem immer schmaler werdenden Pfad ging es dann einmal um das Omeshorn herum..
 
 
...bis wir nach knapp 1h das kleine Kreuz an der Gstüt-Alpe erreichten. Hier hieß es dann erstmal Kalorien nachtanken und Aussicht genießen….
 
 
...denn ab jetzt mussten wir uns den Berg erst richtig verdienen.
 
 
Höhenmeter um Höhenmeter schraubten wir uns nach oben…
 
 
...und dann kam auch endlich unser Ziel in Sicht. Der kleine Kasten auf der Geländekante wird für heute unser Schlafplatz sein.
 
 
Jetzt hieß es nochmal alle Kraftreserven zusammen kratzen...
 
 
….mit einen mutigen Schritt durch die Himmelstür treten…
 
 
...vorbei am großen weißen Ring…
 
 
...und die letzen paar Höhenmeter bewältigen.
 
 
 
 
YEAH geschafft :) Allein für diese Aussicht hat sich die Tour auf jeden Fall schon gelohnt.
 
 
Jetzt aber nichts wie rein in die gute Stube.
 
 
Also wenn das nicht gemütlich ausschaut, dann weiß ich auch nicht. Die Vorgänger haben auch noch zahlreiche Kerzen dagelassen, da kann heute nix mehr schief gehen.
 
 
Da der Tag noch jung und das Wetter zu schön war um in der Hütte zu bleiben, haben wir kurzerhand unser überflüssiges Gepäck ins Biwak gepackt und uns auf dem Weg zur gegenüberliegenden kleinen (oberen) Wildgrubenspitze gemacht.
 
 
Für den Aufstieg wählten wir zuerst den Weg direttissima nach oben ….
 
 
...querten die Bergflanke knapp unter dem Schneefeld…
 
 
...und folgten dann dem Bergrücken bis zum Gipfel hinauf.
 
 
Ein Gipfelkreuz hatte die Wildgrubenspitze leider nicht zu bieten, dafür aber ein gemütliches Plätzen knapp unterhalb der Spitze…
 
 
….und ein grandioses Panorama auf Alpsee, Spullersee, Ravensburgerhütte und das südliche Lechquellengebirge.
 
 
Nach einer ausgiebigen Tee und Kaffeepause wanderten wir nun endgültig zurück zu unserer Biwakschachtel….
 
 
...wobei wir diesmal den Weg über das Madlochjoch wählten.
 
 
Noch ein kurzer Gegenstieg...
 
 
…. schon hatten wir es rechtzeitig im letzten Sonnenschein zurück geschafft.
 
 
Während wir nun kuschlig warm in unserer Berghütte unser Abendessen vorbereiteten…
 
 
...verschwand die Sonne auch schon hinter den Bergen...
 
 
….und ließ nur noch einen feuerroten Himmel zurück.
 
 
Was für ein genialer Tag mit einer mega Tour und wohl einer der besten Arten ein neues Lebensjahr zu beginnen.
 
 
Vielen Dank an den besten Mann der Welt für die überaus gelungene Überraschung und das großartige Geburtstagsgeschenk.
 
05
Oct18